Gänseteenies Tag 35

Heute vor genau 5 Wochen hat um diese Uhrzeit Gloria das Licht der Welt ( in Form einer Brutkasten 10 Watt Kühlschrankglühbirne) und seitdem läuft unser Abenteuer. Auch wenn es bis jetzt eine unglaublich intensive und wunderbare Erfahrung war, fange ich an, mein Badezimmer und mein Sofa doch etwas zu vermissen. Am liebsten wäre es mir, die Gänsekinder einzupacken und Sie mit nach Hause zu nehmen. Aus bereits besprochenen defäkationstechnischen Gründen ist das leider unmöglich und ich glaube auch den Tieren wäre nicht damit gedient.

Also heisst es weiter sich auf die schönen Seiten zu fokussieren.

Gänsekot weist eine unglaubliche Farbvielfalt auf. Sie reicht von dunkelbraun durch den reichlichen Verzehr von Kükenstarter bis dunkelgrün bei viel Grünfutter. Ich bekomme häufig die Frage gestellt, was die weissen Bestandteile im Gänsekot sind.

Da eine Gans nicht urinieren kann, wird sie die Ausscheidungsprodukte der Nieren über den Kot los und genau das sieht man an den weissen Kotauflagerungen.

Gestern hab ich im TV eine Reportage über 2 junge, dänische Designer gesehen, die Möbel aus Seetang herstellen. Der Tang wird gekocht und mit Zellulosefaser vermischt, ausgewalzt und in einer Form in einem Ofen bei 40 Grad z.B zu einer Stuhllehne verarbeitet. Die Designer waren total stolz auf die verschiedenen Nuancen und Marmorierungen von Grün in Ihren Produkten.

Ha! Wäre doch gelacht, wenn das mit Gänsekacke nicht auch klappen würde. Und ich könnte sogar noch einen braunen Farbfächer anbieten. Ausserdem könnten man dann sagen, man sitzt z.B. auf einem Löwenzahn oder Kleestuhl, zerfasert und biologisch aufbereitet im Gänsedarm. Und das Ganze je nach Kundenwunsch, analog zum Imker der seine Bienen über ein Rapsfeld fliegen lässt und dann Rapshonig anbietet, so könnte ich die Gänse ganz nach Kundenwunsch bestimmtes Grünzeug verdauen lassen.

Und wieder ist der Beweis geglückt, dass das Leben nur Ansichtsache ist und man wirklich aus fast allem etwas machen kann….

Übrigens hat sich Nemo zum absoluten Papakind entwickelt. Er weicht mir nicht von der Seite und geniesst jegliche Form von Zuwendung über alle Massen. Wenn er Aufmerksamkeit oder Streicheleinheiten mag, macht er mir meine Schuhbändel auf oder reisst an meinem Hosenbein. Sehr süss!

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Liebe ist schon was ganz Universelles. Und Liebe ist das was bleibt.

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Ein Gedanke zu “Gänseteenies Tag 35

  1. Lieber Micha, das klingt nach einem ersten kleinen Lagerkoller. Sehr verständlich, aber den kriegt man wohl immer nach einer bestimmten Zeit außerhalb des gewohnten Umfelds, selbst wenn man sich seinen Lebenstraum erfüllt (lies mal „Das große Los“ von Meike Winnemuth). Lass dich nicht unterkriegen, wir hier draussen in den Büros und im täglichen Einerlei beneiden (und brauchen) dich😃😃😃. Herzlich, Steffi

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