Gänseteenies Tag 36

Nemo hat gestern die 2,5 kg Marke geknackt! Habe die Tiere nochmal gewogen und musste echt staunen. Ich hätte vielleicht so 1,9 kg geschätzt, aber in 5 Wochen von 120g auf 2,5kg ist echt Wahnsinn. Und das nur mit Pflanzennahrung, was wieder den Verdacht nahe legt, dass irgendein Wunderstoff in diesem Kükenstarter sein muss.

Spass beiseite, ich denke es liegt daran, dass die Farbringe am Gänsefuss auch gleichzeitig als „All inclusive“ Bändel fungieren. Wo sonst in der Natur hat eine Graugans ein derartig reiches Futterangebot, besonders an proteinreichem Getreidefutter, welches zudem noch geschrotet und damit besonders gut verwertbar ist? Ich habe den Nährstoffgehalt des Futters angeschaut und der Eiweissanteil liegt bei 21%. Das ist ordentlich und in Verbindung mit täglichem Training ergibt das wohl eine ziemlich optimierte Entwicklung.

Zur Zeit mache ich mir nur Sorgen um diese Transportgeschichte zum Flugplatz. Ich habe das Gefühl, die Gänse sind zunehmend gestresster, vor allem weil Frieda ist nicht amused ist und den Anderen zeigt, dass in den Käfig einzusteigen was ganz Furchtbares ist. Sie empfindet im Gegensatz zu den 6 anderen Gänsekids jegliche Manipulation und Zwang als gans furchtbar. Ich glaube, dass Sie durch Ihr Geschrei die Anderen sensibilisiert, was natürlich richtig ungünstig ist…

Die zentrale Frage ist nun ( und ich wäre froh um Eure Meinungen ):

– Weitermachen mit Transporttraining auf die Gefahr hin, dass die Gänse das zunehmend furchbar finden oder sich vielleicht daran gewöhnen?

oder

– Warten bis Sie flügge sind, um dann jede Fahrt zum Flugplatz auch wirklich für einen Messflug nutzen zu können.

Mein Plan ist, auf dem Flugplatz eine Fangvoliere aufzubauen, d.h. das ist ein grosser Pavillon mit Netz, anstatt Plane ringsrum. Ich könnte Frieda dann mit Futter reinlocken und Sie per Hand einfangen um Sie Transportkäfig umzusetzen. Ein Zaun wird nicht funktionieren, weil die Tiere ja fliegen können.

Vielleicht sollte ich auch Schuhbändel zum Locken verwenden:

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ich habe übrigens festgestellt, dass Sie mich nicht mehr so leicht orten und erkennen können, wenn ich meinen Integralflughelm auf dem Kopf habe. Ich werde den Helm deshalb ab jetzt einfach auch stundenweise am Wohnwagen und beim Kuscheln zu tragen, damit Sie sich daran gewöhnen. Das ist wahrscheinlich auch der Grund warum andere Piloten, die schon mit Gänsen geflogen sind, nur Halbschalenhelme benutzt haben. In unserem Fall sind wir auf Funk angewiesen, um mit der Flugleitung des Flugplatzes kommunizieren zu können und die Verständlichkeit ist mit Intergralhelm plus Visier, deutlich besser als mit Halbschale. Wenns irgendwie geht, möchte ich zudem aus Sicherheitsgründen beim Integralhelm bleiben. Ich habe zwar manchmal einen Holzkopf aber trotzdem fühle ich mich dann wohler….

Ich bin auf Eure Meinungen gespannt.

Schöneren Sonntag als hier wünsche ich Euch ( es regnet wiedermal Bindfäden und wir haben stolze 12 Grad ). Eigentlich hatte ich gedacht, der April sei längst vorbei und Mr. Petrus und ich hätten einen Deal.

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6 Gedanken zu “Gänseteenies Tag 36

  1. Hallo Michael,
    also entweder steigst du mit in den Käfig 🙂 oder du gestaltest den Innenraum etwas kuscheliger. U.a. mit einem getragenen T-Shirt von dir. Und vielleicht hilft es auch, den Transportkäfig mit einem Laken oder großem Tuch abzudecken? Ich habe absolut keine Erfahrungen mit Gänsekindern, aber vielleicht funktioniert’s.
    Viele Grüße von Svenja aus Köln

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    • Hallo Svenja, reinsteigen hatte ich mir auch schon überlegt aber der gymnastikkurs dauert zu lange. Getragenes T Shirt probiere ich aus wobei wenn sie mal drin sind ist es ok solange ich direkt dabei bleibe und jemand anders fährt….

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  2. Hallo und Wiwiwi,
    ich würde die Transportkistengeschichte noch einmal überdenken. Wenn jede Gans 2,5kg und mehr wiegt, muss man gans schön viel heben, nur um sie von A nach B zu transportieren und dabei haben sie alle je zwei gesunde Füße und Flügel. Und die Fangvoliere wird zwar ihren Zweck erfüllen, aber sie wird auch nicht positiv besetzt sein, wenn Du Frieda dort einfangen würdest. Jetzt fängst Du sie ja auch nicht.
    Ich fand die Hühnerleiter-Rampenidee eigentlich nicht schlecht. Da musst Du nur das Brett anlegen und zack sind sie drin. Der Gang in den Transporter muss natürlich positiv besetzt sein, genauso wie das Auto fahren. Könnte man die Gänse jetzt nicht umtrainieren und sie z.B. nur noch im Kofferraum füttern. Kuschelstunden im Transport usw. Vielleicht solltest Du direkt im Transporter wohnen und damit zeigen, dass der toll ist. Oder die Gänse wohnen nachts im Transporter bzw. müssen für ihr Nachtquartier eine ähnliche Rampe benutzen. So wird die Rampenkletterei alltäglich. Man kann zum Klettern lernen ja den Steigungswinkel stetig erhöhen, sodass am Ende Transportereinsteighöhe erreicht ist. Hühner und Enten können das ja auch. Du kannst ja auch mit ihrem jetzigen Käfig Rampentraining betreiben und ihn immer höher stellen und dazu muss man eine Rampe benutzen.Am Ende ist der Käfig im Transporter und alle Gänse watscheln selber rein.
    Wenn Frieda so eine Außenseiterin ist, braucht sie evtl. mehr Aufmerksamkeit. Quasi exklusive Kuschelstunden, damit sie Dir vertraut und auch Dinge ohne viel Tamtam tut (für Papa), die ihr nicht so gefallen. Kuscheln auf der Rückbank eines Transporters. Welche Frau würde da NEIN sagen?!
    Viel Erfolg, Ich bin gespannt, was die beste Lösung sein wird.
    Viele Grüße von der Nordsee
    Die Wattelfe

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  3. Hallo Micha,
    hmmm, Du hattest schon mal geschrieben, dass sich die Gänseteenies wohler fühlen wenn sie nicht alleine sind und Du mit Ihnen hinten sitzt. Vielleicht klappt es mit dem Einsteigen in den Transportkäfig besser wenn jemand Anderer das Fahren übernimmt und Du bei den Rackern bleiben kannst (und sie das Einsteigen nicht mit „verlassen“ verbinden)?
    Wenn auch das und alle anderen Tricks wie Schuhbändel u.a. nicht helfen, würde ich warten bis sie flügge sind und mit Fliegen belohnt werden.
    Vielen Dank auch nochmal für die Erklärungen zum Federschieben, ist wirklich faszinierend wie das funktioniert. Ich hatte das noch nie vorher gesehen. Sieht aus wie Pinsel… 😀

    Viel Glück mit dem Transportkäfig und lass Dich nicht unterkriegen!
    Viele Grüsse, Sybille

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  4. Och – kleine Frieda ist gestresst und will nicht in den Transportkäfig…..!
    Aber – mal so ganz naiv: Warum ist das ein Problem?
    Warum darf Frieda in diesem Fall nicht einfach „zu Hause“ bleiben? Muss sie denn unbedingt mit? Wenn sie gar nicht will? Oder sich nicht traut? Gibt vielleicht auch unter Gänsen kleine Schisser. Sind doch noch 6 andere da. Warum muss sie denn gezwungen werden, etwas zu tun, was ihr nicht zusagt und was irgendwie auch gänzeuntypisch ist? Transportkörbe sind in ihrer genetischen Kostellation vermutlich nicht unbedingt vorgesehen.
    Vielleicht ist es ja auch einfach Glück, dass die anderen Gänsekinder bisher kein Problem damit haben.
    Ich tät Frieda einfach ihr kleines Friedaleben leben lassen, wenn sie kein wissenschaftliches Versuchsflugobjekt werden möchte…. diese Freiheit gönne ich ihr !
    Vielleicht kann man aus ihrer Kacke dafür später mal ganz besonders tolle Möbel bauen (kicher) – jeder hat halt so seine individuellen Begabungen…. 😉

    Viele Grüße aus dem Süden – besonders an Frieda…
    Fredy

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  5. Lieber Goosefather,

    das mit dem Tuchabdecken vom Transportkäfig wäre vielleicht einen Versuch wert. Hat bei unseren Wellensittichen immer gut funktioniert und geholfen. Wird ja auch bei vielen anderen Tiere gemacht, um sie zu beruhigen.

    Mein erster Gedanke war auch, Frieda mehr Aufmerksamkeit zu schenken und, wenn es gar nicht geht, sie wirklich in Ruhe zu lassen, ehe sie die ganze Truppe negativ aufmischt. Sie ist vielleicht wirklich nicht so cool wie ihre Geschwister. Gibt’s bei uns ja auch. Denn bisher läuft’s ja echt super, grosses Kompliment!!!

    Und den VW-Bus vielmehr ins Tages- (und Nacht-) geschehen einzubeziehen finde ich auch eine gute Idee. Tja, einfacher wird’s nicht. Aber bisher hast Du alle Probleme gelöst, da habe ich keine Zweifel, daß Du das auch weiterhin schaffst.

    Sehr lustig die Vorstellung „Kuscheln mit Integralhelm. Aber hilft bestimmt. Du machst das alles sehr gut finde ich.

    Und am Ende schreibst Du ein Buch und wirst weltberühmt.

    Viele aufmunternde und liebe Grüsse, halt weiter durch, das ist und bleibt riesig!
    Tina

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