Gänseteenies Tag 46

So. Endlich Zeit zum schreiben…. Die Hitze ist also wirklich anstrengend. Von den Gänsen braucht man ab 10 Uhr morgens gar nichts mehr erwarten, denn ab diesem Zeitpunkt wird lediglich nur noch unterm Wohnwagen gelegen und ab und zu zum Fressen hervorgekrochen. Und Sie haben ja auch Recht! In den südlichen Ländern ist die Siesta ja sowieso selbstverständlich. Nur wir pflichbewussten Deutschen meinen mittags um 13 Uhr bei 38 Grad im Schatten wahnsinnig kreativ, produktiv und voller Arbeitslust sein zu müssen….

Wir haben heute die Endversion der Rückenplatte auf die Gänse geschnallt. Es lief alles ganz gut und dadurch dass Sie die Gurtzeuge bereits gewöhnt sind, war das alles halb so wild. Morgen kommen dann die Logger und ab da werden wir das Leben der Kids aufzeichnen, d.h. wir werden kontinuierlich GPS und Beschleunigungsdaten messen.

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Nils und ich beim Gurtzeug anpassen. Die ganze Prozedur muss sehr gewissenhaft durchgeführt werden, damit die Tiere dadurch keine Einschränkungen in der Beweglichkeit haben. Ich habe die Gelegenheit genutzt um die Flügelunterseite zu fotographieren:

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Man sieht gut wie weit die Federn mittlerweile entwickelt sind. Und das hier ist wohlgemerkt Nils, der Jüngste und immernoch der Kleinste!

Ich habe heute ausserdem den Transportkäfig getunt. Er hat einen Balkonsichtschutz verpasst bekommen, damit die Gänsekids zum Einen vor der Sonne geschützt sind und zum Anderen nicht durch die Umwelt gestresst werden. Leider habe ich vergessen davon ein Bild zu machen, aber morgen ist ja bekanntlich auch noch ein Tag!

Habe ich Euch erzählt, dass die Gänsekinder nachts in Ihrem kleinen Schwimmbecken in der Voliere schlafen? Unglaublich was so alles in den Genen verankert ist! Ich habs Ihnen jedenfalls nicht gezeigt, dass man, wenn man als Graugans auf dem Wasser schläft, sicher vor dem Fuchs ist. Draussen in der Natur zeigt Muttern und Vattern Ihnen diese Verhaltensweise. Sieht total knuffig aus, weil mittlerweile sind die Kids so gross, dass das Bassin schlichtweg voll ist und man fast kein Wasser mehr sieht, wenn alle drin sind 🙂

Ich habe mir überlegt, Ihre Einraumwohnung in eine Zweiraumwohnung zu erweitern, indem ich einfach die Verbindungstür zur Nebenvoliere auflasse. Dann hätten sie die doppelte Grösse und 2 Bassins zum planschen.

Apropos planschen: Nun, meine lieben Freunde, werde ich mich unter den Gartenschlauch stellen!

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6 Gedanken zu “Gänseteenies Tag 46

  1. Lieber Micha,

    ein wirklich ergreifendes Bild.
    Es zeugt von großem Vertrauen und Zuneigung,wenn ein Vogel sich in dieser Position so fallenlassen kann.
    Sehr berührend das zu sehen.

    Liebste, sonnige Grüße von
    Eva

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